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Futterumstellung bei Katzen – So gewöhnst du deine Katze an hochwertiges Futter

Futterumstellung bei Katzen – So gewöhnst du deine Katze an hochwertiges Futter

Warum frisst meine Katze plötzlich nicht mehr? Wie stelle ich meine Katze auf hochwertiges Nassfutter um? Was sind eigentlich Lockstoffe im Katzenfutter? Und warum ist Trockenfutter als alleinige Nahrung problematisch? Hier bekommst du alle Antworten und praktische Tipps für eine erfolgreiche Futterumstellung bei Katzen.

Hallo ihr Lieben! Viele Katzenhalter kennen das: Man möchte seiner Katze etwas Gutes tun und kauft ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil – und dann schnuppert die Katze einmal kurz daran, dreht sich um und geht weg. Frustrierend. Doch hinter diesem Verhalten steckt mehr als nur eine Laune. In diesem Beitrag erfährst du, warum Katzen oft mäkelig sind, welche Rolle Lockstoffe in günstigem Katzenfutter spielen und wie die Futterumstellung Schritt für Schritt gelingt.

Warum ist eine Futterumstellung überhaupt sinnvoll?

Katzen sind reine Fleischfresser. Sie brauchen hochwertiges tierisches Eiweiß, Taurin und ausreichend Feuchtigkeit, um langfristig gesund zu bleiben. Viele günstige Supermarktfutter enthalten dagegen einen sehr geringen Fleischanteil, viel Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse. Das schmeckt Katzen von Natur aus eigentlich nicht – und genau deshalb arbeiten Hersteller mit künstlichen Aromen, Zucker und sogenannten Lockstoffen, die das Futter geschmacklich „aufpeppen".

Das Problem: Die Katze gewöhnt sich an diese intensiven Geschmäcker und verschmäht dann verständlicherweise hochwertiges Futter, das ohne diese Zusätze auskommt. Vergleichbar ist das in etwa mit dem Wechsel von stark verarbeiteten Lebensmitteln auf frisch zubereitete Kost beim Menschen – der Gaumen muss sich erst wieder umgewöhnen.

In unserer Katzennahrung-Kollektion findest du eine Auswahl an hochwertigem Katzenfutter von Marken wie Leonardo oder MjamMjam – ohne künstliche Lockstoffe und mit hohem Fleischanteil.

Trockenfutter sollte nicht das Hauptfutter sein

Ein weit verbreiteter Irrtum: Trockenfutter ist „praktischer" und genauso gut wie Nassfutter. Tatsächlich ist Trockenfutter aber problematisch, wenn es als alleiniges Hauptfutter gegeben wird. Der Grund liegt im Trinkverhalten der Katze: Ursprünglich stammen Katzen von Wüstentieren ab und decken ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über die Nahrung. Nassfutter besteht zu rund 70–80 % aus Wasser, Trockenfutter dagegen nur zu etwa 10 %.

Wer seine Katze ausschließlich mit Trockenfutter ernährt, riskiert auf Dauer eine schleichende Dehydrierung. Das wiederum belastet besonders die Nieren und die Harnwege. Nicht ohne Grund sind Nierenerkrankungen bei älteren Katzen so verbreitet. Trockenfutter darf gerne als Ergänzung oder für Futterspiele eingesetzt werden – das Hauptfutter sollte aber ein hochwertiges Nassfutter sein.

Schritt für Schritt: So gelingt die Futterumstellung

Eine abrupte Futterumstellung funktioniert bei den wenigsten Katzen und kann zudem zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Erbrechen führen. Geh also lieber langsam und geduldig vor:

Tag 1–3: Mische etwa 10 % des neuen Futters unter das gewohnte Futter. Bei sehr mäkeligen Katzen reicht auch ein halber Teelöffel zum Anfang.

Tag 4–7: Erhöhe den Anteil auf 25 %.

Tag 8–10: Mische 50 % altes und 50 % neues Futter.

Tag 11–14: Erhöhe auf 75 % neues Futter.

Ab Tag 15: Komplette Umstellung auf das neue Futter.

Wenn deine Katze besonders empfindlich ist, kannst du diesen Zeitraum auch auf 4–6 Wochen ausdehnen. Wichtig: Bleib konsequent, aber lass deine Katze nie länger als 24 Stunden hungern. Das kann bei Katzen zu einer ernsten Leberschädigung führen (hepatische Lipidose).

Tricks für besonders mäkelige Katzen

Manche Katzen sind echte Genussexperten und lassen sich auch von der Schritt-für-Schritt-Methode nicht überzeugen. Diese Tricks helfen oft weiter:

  • Feste Fütterungszeiten einführen: Statt den Napf den ganzen Tag stehen zu lassen, gib das Futter zu festen Zeiten und nimm Reste nach 30–60 Minuten weg. So entwickelt deine Katze richtigen Hunger.
  • Futter auf Zimmertemperatur bringen: Direkt aus dem Kühlschrank ist Nassfutter geschmacklich uninteressant. Lauwarmes Futter intensiviert den Geruch und macht es appetitlicher.
  • Zwei-Napf-Methode: Stelle das gewohnte und das neue Futter nebeneinander. So kann sich die Katze in Ruhe an den neuen Geruch gewöhnen.
  • Leckerlis sparsam einsetzen: Wenn deine Katze ihr Hauptfutter verschmäht, gib zwischendurch keine Snacks und Leckerlies – sonst wartet sie nur auf die Belohnung.
  • Topping nutzen: Ein bisschen Lachsöl, Hühnerbrühe (ohne Salz!) oder ein zerbröseltes Lieblings-Leckerli auf dem neuen Futter wirkt oft Wunder.
  • Verschiedene Sorten anbieten: Manche Katzen mögen Pâté, andere Stückchen in Soße. Probiere unterschiedliche Konsistenzen aus.

Was tun, wenn gar nichts klappt?

Sollte deine Katze auch nach mehreren Wochen das neue Futter strikt verweigern, ist das kein Grund zum Verzweifeln. Manchmal passt die gewählte Sorte einfach geschmacklich nicht. Versuche eine andere Fleischsorte oder Marke. Bei sehr alten oder kranken Katzen ist außerdem immer ein Tierarztbesuch sinnvoll – plötzliche Futterverweigerung kann auch ein Krankheitssymptom sein.

Dieser Beitrag ersetzt übrigens keinen Tierarztbesuch! Bei Auffälligkeiten oder Verdauungsproblemen während der Umstellung suche bitte einen Veterinär auf.

Worauf du beim hochwertigen Katzenfutter achten solltest

Ein gutes Nassfutter erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Hoher Fleischanteil (mindestens 60 %, besser 70 % und mehr)
  • Klare Deklaration: Genaue Angabe, welches Fleisch in welcher Menge enthalten ist – nicht nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse"
  • Kein zugesetzter Zucker
  • Möglichst getreidefrei
  • Keine künstlichen Aromen, Farb- oder Lockstoffe

Tipp: Von hochwertigem Futter braucht deine Katze in der Regel weniger als von einem günstigen Discounter-Produkt, weil die Nährstoffdichte deutlich höher ist. Auf den Monat gerechnet ist der Preisunterschied also oft kleiner als man denkt – und Folgekosten durch Tierarztbesuche werden seltener.

Fazit: Geduld zahlt sich aus

Eine Futterumstellung bei Katzen ist selten ein Sprint, sondern ein Marathon. Wer geduldig, konsequent und mit den richtigen Tricks vorgeht, schafft es aber fast immer, seine Katze an hochwertiges Nassfutter zu gewöhnen. Sie wird es dir mit glänzendem Fell, mehr Energie und – langfristig – einem längeren, gesünderen Leben danken.

Du möchtest dich noch weiter informieren? Dann schau gerne auch in unsere anderen Blogbeiträge zu Katzenthemen: zum Beispiel zu Allergien und Futterunverträglichkeiten bei Hund und Katze oder zu unseren Rasseporträts beliebter Katzenrassen. Und alles Weitere rund um die Katze findest du natürlich in unserer großen Katzen-Kollektion.

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